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Yoga

Die universale Wissenschaft der Wirklichkeit


PRAXIS FÜR YOGA-PSYCHOLOGIE IN WINTERTHUR
DER SPIRITUELLE WEG DES YOGA
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GESELLSCHAFTSANALYSE
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Alternative Gesellschaftsentwürfe
GESELLSCHAFTSANALYSE
Gesellschaften im Vergleich
DIE GROSSEN SPIRITUELLEN MEISTER UNSERER ZEIT
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Schlussfolgerung (Fortsetzung)

Aus purer Not und als Reaktion auf unerträgliche Zustände haben Menschen während dem Bürgerkrieg in Spanien und im Aufstand gegen die korrupte Regierung in Mexiko versucht, ein anderes, solidarisches und herrschaftsfreies Gesellschaftssystem zu etablieren. Den Mut, den diese Menschen aufbrachten, um ihr Ideal zu verwirklichen, ist für wohlstandsverwöhnte Zeitgenossen kaum nachvollziehbar. Aufgerieben zwischen Faschismus, Kommunismus, paramilitärische Organisationen und anderen verbrecherischen Banden waren sie bereit, für dieses Ideal ihr Leben zu opfern. „Ya Basta!“ Es ist genug, eine Änderung musst herbeigeführt werden, hier und jetzt! „No pasaran!“ war die Parole der Spanier gegenüber den Faschisten: „sie werden nicht durchkommen“! Die Not schweisst zusammen und lässt einen unbeschreibbaren Geist der Solidarität aufkommen. Der Anarchismus hat in Spanien in vereinzelten Gebieten und während kurzer Zeit tatsächlich funktioniert. Die Übermacht der Gegner war schlichtweg erdrückend und führte das Land in die dunkle Epoche der Franco-Diktatur zurück. Die Zapatisten in Chiapas kämpfen immer noch für mehr Selbstbestimmung und Gerechtigkeit. Sie werden von zahlreichen internationalen Organisationen unterstützt.

Auch in den sechziger Jahren manifestierte sich in der Hippie-Generation ein Geist, der eine gesellschaftliche Änderung herbeiführen wollte. Teilweise als Reaktion gegen kriegerische Handlungen wünschte man sich eine friedlichere und gerechtere Welt. Ein Überbleibsel aus dieser Zeit ist die Enklave „Christiania“ in Kopenhagen. Als Ausdruck einer toleranten politischen Haltung seitens der dänischen Behörden wurde dieser „Freistaat“ bis anfangs des dritten Millenniums geduldet. Die neuen Machthaber in Dänemark drohen nun, diesem alternativen Gesellschaftsentwurf den Garaus zu machen.
Nicht anders in der Schweiz: Mitte der neunziger Jahre des letzten Millenniums schickten sich einige Unentwegte an, ein brachliegendes Territorium am Rande der Stadt Bern zu erobern und dort - ohne Bewilligung - eine Barackensiedlung namens „Zaffaraya“ zu errichten. Im November 1987 wurde das Wohnexperiment nach langen Auseinandersetzungen durch eine polizeiliche Räumung beendet. Im Zusammenhang mit zahlreichen Protesten erklärte sich die Stadt Bern in der Folge bereit, neue Standorte für experimentelle Wohnformen bereitzustellen und gab ein rechtliches Gutachten in Auftrag. Dieser würdigte "den Wunsch junger Menschen, den Zwängen der Konsum- und Wohlstandsgesellschaft zu entfliehen und zu einer einfachen, naturverbundenen Lebensweise zurückzufinden", als ein Anliegen, das von der Gesellschaft und der Rechtsprechung ernst genommen werden müsse. Im März 1996 lehnten die Stimmberechtigten den Vorschlag zweier Standorte der Berner Stadtregierung mit einem Mehr von 61,3% bzw. 63,0% deutlich ab.
Zaffaraya ist Teil einer gesellschaftskritischen Bewegung, die in der Ersten Welt gemeinhin unter den Stichworten Globalisierungsgegner, Altermondialisten, Graswurzelrevolutionäre, Autonome usw. anzutreffen ist. Kennzeichnend sind für diese Bewegung Spontaneität, Vielfalt, Herrschaftsfreiheit  und geringer Organisationsgrad. Die materialistische Konsum- und Wettbewerbsgesellschaft wird abgelehnt, gefordert werden alternative Wohn- und Freiräume. Folglich sind Autonome oft in besetzten Häusern und Arealen anzutreffen. Offiziell haben Menschen, die in der Ersten Welt eine andere Lebensform wählen, weder Platz noch Existenzberechtigung. Aber vielleicht wären es gerade diese Menschen, die uns aufzeigen könnten, dass ein anderes Leben möglich ist. Demokratie als Diktatur der Mehrheit?

Ohne Gesetze, Polizei, Gefängnisse geht es heute nicht mehr. Es geht nicht, weil der Mensch mittlerweile für den Menschen zum Wolf geworden ist. Um auf das Beispiel der Panzergeisselalgen zurückzukommen: Die Dynamik des Industrialismus beruht auf Ur-Verhaltensweisen biologischer Organismen. Evolution ist nichts anderes als ein gnadenloser Wettkampf um Ressourcen und Lebensraum. Jeder Organismuns strebt Überleben und Vermehrung auf Kosten anderer Organismen an. Die rein menschlichen Werte wie Ethik, Gerechtigkeit, Mitgefühl, Solidarität sind bei Einzellern, Pflanzen und Tieren kaum vorzufinden. Weil der moderne Industrialismus durch die primitivsten menschlichen Eigenschaften angetrieben wird und diese im Gegenzug auch verstärkt, hat sich in unserer modernen Welt ein beträchtlichtes Ausmass an negativen Kräften wie Gewalt, Gier, Egoismus, Gefühlslosigkeit, Missgunst, Gleichgültigkeit und Intoleranz angesammelt. Es erstaunt deshalb nicht, dass Experimente alternativer Lebensformen kaum akzeptiert werden. Wenn man schon den hohen Preis fürs Mithalten im globalen Wettbewerb bezahlt, dann soll es Anderen auch nicht besser gehen! Die Errungenschaften des Wohlstandes wie Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln, funktionierende Infrastrukturen, medizinische Versorgung, werden im Alltagsleben hart erkämpft. Niemand soll sie zum Nulltarif erhalten! Diese Verhärtung nimmt bei Verknappung von Ressourcen und Zerstörung von Lebensgrundlagen eher zu. Obwohl die Erste Welt bei der Ausbeutung von Rohstoffen nie zimperlich vorgegangen ist, gab es doch irgendwo eine Hemmschwelle, was das Geschäftemachen mit Verbrecherregierungen oder das Einhalten minimaler ökologischer Standards anbetrifft. Heute ist dies beispielsweise für eine Nation wie China nicht mehr der Fall. Auch in der Schweiz kann etwa seit dem Milleniumwechsel eine soziale Verhärtung und Entsolidarisierung beobachtet werden. Das Schwelgen im Wohlstand hat zur Folge, dass man gefühlsmässig immer mehr abstumpft. Materialismus und Konsumismus sind die perfekten Geisttöter...

Menschen, die es erlebt haben, in ihrer Existenz "ganz unten" gewesen zu sein, berichten, dass nirgendwo die Solidarität und das Gemeinschaftsgefühl grösser sind als bei den ganz Armen, bei denen die z. B. kein Obdach haben. Auch der kleinste Besitz wird geteilt und man sorgt füreinander. Nur durch äusserste Not werden solidarische Bewegungen wie der Anarchosyndikalismus  während dem spanischen Bürgerkrieg oder der Widerstand der Zapatisten in Chiapas möglich. Wenn ein derartiger Geist auftritt, überschwemmt er alles, auch die Angst vor dem Tod. Der Mensch wächst über sich hinaus, über das Mind hinweg,  Utopien werden Realität. Eine Gesellschaft von wirklich verantwortungsbewussten und solidarischen Menschen liegt im Zeitalter des Kali Yugas in weiter Ferne…

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